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Verteiltes Arbeiten/ Distributed Work

Das “verteilte Arbeiten” – vom Englischen “distributed work” – bezeichnet Arbeitssituationen, in denen die Teammitglieder sich nicht an einem selben physischen Ort befinden, sondern aus unterschiedlichen Standorten und/oder aus dem Home Office heraus arbeiten.

Mit dem in den letzten Jahren auch in Deutschland verstärkten Fokus auf individuelle Arbeitsgestaltungen – und nicht zuletzt aufgrund der COVID-19-Pandemie – erleben viele Menschen zunehmend diese neue Realität oder “Next Normal”. Auf der einen Seite erfordert verteiltes Arbeiten eine gut funktionierende digitale Infrastruktur und dazu passende  Fähigkeiten der Teammitglieder. Auf der anderen Seite muss die Beziehungsgestaltung zwischen Teammitgliedern anders unterstützt werden als bei physisch zusammenarbeitenden Teams.

Viele Unternehmen haben in den letzten Monaten einen Schub ihrer Digitalisierung erlebt. Aufgrund der COVID-19-relatierten Abstandsregeln wurden digitale Zusammenarbeitsplattformen, wie u.a. Microsoft Teams, Zoom, Big Blue Button und Webex, zur Weiterführung der Arbeit intensiv genutzt.  Diese persönliche wie auch unternehmerische Betroffenheit hat zu einer schnellen Steigerung der digitalen Fähigkeiten geführt. Gleichzeitig haben viele Menschen erlebt, welche Erleichterungen ein verteiltes Arbeiten für das Privatleben bringen können z.B. durch die eingesparte Zeit des Pendelns. Das verteilte Arbeiten wird uns also höchstwahrscheinlich weiterhin begleiten und Unternehmen werden auch in einer Post-COVID-19-Zeit digitale Zusammenarbeit-Tools nutzen.

Es lohnt sich dementsprechend in Lernkonzepten zu investieren, die sowohl den Umgang mit den technischen Tools als auch die Prinzipien der verteilten Zusammenarbeit vermitteln.

Einige von Ihnen werden es auch als Erleichterung erlebt haben, dass digitale Treffen oft stringenter und ergebnisorientierter als physische Treffen laufen. Es gibt weniger Smalltalk, weniger kontroverse Diskussionen und es ist einfacher eine Redeordnung einzuhalten. Für den Beziehungsaufbau und das Schaffen eines “Team Spirits” sind dieses allerdings keine guten Nachrichten. Informelle Austausche machen es möglich sich als ganze Menschen kennenzulernen, wodurch gegenseitiges Vertrauen entstehen kann – eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Arbeit im Team, laut Autor und Unternehmensberater Patrick Lencioni (2005: Overcoming the Five Dysfunctions of a Team). Kontroverse Diskussionen erlauben uns, Grenzen in unserer Beziehung zu verhandeln, Respekt für unseren Gegenüber zu entwickeln und tragen gleichzeitig zu qualitativ hochwertigeren Lösungen bei.

Wenn wir davon ausgehen, dass “Verbundenheit” nach dem amerikanischen Autor und Unternehmensberater David Rock (2009: Yout Brain at Work) eines der wichtigsten Grundbedürfnisse von Menschen ist, braucht es Ideen, wie das Gefühl der Verbundenheit innerhalb von Organisationen auch in Zeiten des verteilten Arbeitens entwickelt werden kann.

Folgende Ideen dienen als Anregungen für weitere Diskussionen im Team:

  • Digitale Mittagessen/ Afterwork-Treffen
  • Digitale Retrospektive zur Zusammenarbeit, z.B. inkl. der Nutzung eines Visualisierungstools wie Mural, um gemeinsam an digitalen Flipcharts zu arbeiten
  • Einstiegsrunden in den virtuellen Teamsitzungen mit der Frage: wie geht es mir gerade und woran mache ich es fest?

Virtuelles Speedfeedback zu zweit in privaten Break Out Rooms, z.B. als Teil der Teamsitzung

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